Unverschämt & Unbesprochen

Unverschämt & Unbesprochen

Über Scham sprechen

Sehen, Erblindung, Barrieren

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Beim Gefühl der Scham geht es ja oft um das Sehen und Gesehen-Werden. Es geht um bewertende und beurteilende Blicke, denen Menschen ausgesetzt sind, um den Blick in den Spiegel, und so weiter. Aber warum sprechen wir nicht mal darüber, wie Menschen Scham wahrnehmen, die diese Blicke nicht sehen? Und wann führt eigentlich das Nicht-Sehen oder ein eingeschränktes Sehvermögen zu Schamgefühlen? Wofür schämen sich Menschen, die eine Sehbehinderung haben? Inwiefern sorgen in Barrieren unserer Gesellschaft für Schamgefühle? Und wieso ist Mitleid oft im Umgang mit einer Sehbehinderung oder Erblindung nicht angebracht?
Über all das und mehr spreche ich mit Marcus.

Kurz & Schamlos 17: Fremdscham, Stellvertretende Scham, Mitscham

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In dieser Kurzfolge erzähle ich euch bisschen was zu unterschiedlichen Formen von Fremdscham und wie man dieses hochkomplexe Phänomen eigentlich ein wenig ausdifferenzieren kann. Es geht um Beobachtung, Bewertung und Identifikation, die von Situation zu Situation unterschiedlich aussehen kann und dann auch unterschiedliche Formen des Schamgefühls hervorruft.

Psychoanalyse, Unbewusstes, Durcharbeiten

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Carolin und ich sprechen ein sehr gutes Stündchen lang über psychoanalytische Perspektiven auf und Theorien über Scham. Dabei geht es viel um den Anteil des Unbewussten in Schamsituationen, um Scham als interaktives Gefühl, um Selbst- und Fremdscham, um den Blick des Anderen, sowie um die Bedeutung von Sexualität und Geschlecht für Schamkonflikte und einen Umgang mit Scham.

Carolin hat über die Kritische Theorie den Zugang zur Psychoanalyse gefunden und beschäftigt sich seitdem auch in ihrem Studium damit. Ich durfte viel von ihr lernen und bin ihr unter anderem auch deshalb wirklich dankbar für das Gespräch, weil sie sich so viel Mühe bei der Vorbereitung auf den Podcast gemacht hat.

In den Shownotes findet ihr einige Leseempfehlungen von Carolin und mir, außerdem die Artikel, aus denen die in der Folge vorgelesenen Zitate stammen.
Fragen, Anmerkungen und Kritik wie immer auf Instagram an @ak.unverschaemt.
Am Ende der Folge gibt es hin und wieder kleine Verbindungs-Delays, ich hoffe ihr verzeiht es mir.

Kurz & Schamlos 16: Scham für Musik, Verbindung und Abgrenzung durch Musik?

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Musik kann unsere Stimmung und emotionale Verfassung prägen, wie wenig anderes. Sie begleitet uns durch unser gesamtes Leben und nimmt besonders in der Jugend oft Einfluss auf unsere Wertvorstellungen und Charakterbildung. In der Kurzfolge gehe ich wieder auf eine kleine Reise durch mein eigenes Leben, und zwar entlang meines Musikgeschmacks. Ich spreche über Zugehörigkeit und Abgrenzung durch Musik, über damit in Verbindung stehende Schamgefühle und Geschmacksfragen. Es geht um sogenannte "guilty pleasure"-Playlists, genauso wie um Schamminderung durch Musik und um Identifikation mit Songtexten und musikalischen Idolen. Außerdem gibt es da ja auch noch diese Schamgefühle, wenn man selbst Musik macht/produziert, wenn man vor Publikum steht...
Die Folge ist ausnahmsweise wirklich komplett ungeschnitten und ihr könnt mir gern über Instagram (@ak.unverschaemt) schreiben, ob ihr das hörbar findet oder ob ich besser wieder mehr schneiden sollte.

Vegan-Shaming, Moral, Kampfsport

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Wenn man sich vegan ernährt, ist es ständig auf irgendeine Art und Weise Thema, ob man will oder nicht. Veganer:innen sind oft ungewollt bestens informiert über die gängigen Witze über vegane Ernährung und haben so ziemlich jeden Spruch und jedes Argument diesbezüglich schonmal gehört. Aber woher kommt eigentlich der enorme Redebedarf und das Shaming, das meist damit einhergeht? Und was sind mögliche Strategien damit umzugehen?
Das alles bespreche ich mit Johanna, die sich seit vielen Jahren vegetarisch oder vegan ernährt und die viel zu viel Erfahrung mit Vegan-Shaming gemacht hat. Außerdem sprechen wir über den Wandel des Vegan-Shamings in den letzten Jahren, auch bezogen auf die Veränderung der Argumente. Wir sprechen über die Rolle von Geschlecht bei diesem Thema und außerdem unternehmen wir einen kleinen Ausflug in die Welt des Kampfsports. Johanna ist nämlich Thaiboxerin, stand schon oft im Ring und ich durfte mit ihr darüber sprechen, inwiefern das Thaiboxen bei ihr bestimmte Schamgefühle gemildert hat.

Kurz & Schamlos 15: Zur Kommerzialisierung von Scham

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Anhand eines Artikels über zwei Gründerinnen, die durch neue Menstruationsprodukte das Thema enttabuisieren möchten, erkläre ich in dieser Kurzfolge, dass Schamgefühle, wenig besprochene Bedürfnisse oder gesellschaftliche Tabus des Öfteren dazu benutzt werden, um neue Märkte zu erschließen und Geschäftsmodelle zu entwickeln. Ich gehe darauf ein, dass dadurch zwar Enttabuisierung passiert, die aber an finanzielle Ressourcen geknüpft ist, die viele Menschen nicht haben. Deshalb kann es bei einem gesellschaftskritischen Umgang mit Scham nicht nur um Enttabuisierung gehen, sondern darum, Bedingungen zu schaffen, unter denen ein schambefreiter Umgang eben mit Menstruation und anderen Themen, für alle möglich ist.

Entstigmatisierung, Abenteuer, Mut

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Elvira hat einerseits durch ihre beruflichen Erfahrungen in der Pflege einen sehr spannenden Blick auf Scham, der bei diesem Gespräch eine große Rolle spielt: Scham ist zunächst ein Gefühl und sollte als solches auch ernst genommen und nicht einfach weggewischt werden!
Andererseits hat Elvira auch selbst ihr Leben lang immer wieder mit Schamgefühlen zutun, die besonders im Kontext ihrer psychischen Erkrankung Thema sind und auf die wir in der Folge natürlich ebenfalls zu sprechen kommen.
Weil in der Scham leben keine dauerhafte Option ist und weil sich niemand für psychische Erkrankungen schämen müssen sollte, engagiert sich Elvira seit Jahren bei der MUT-Tour: einem Projekt, das sich für die Entstigmatisierung psychischer Erkrankungen einsetzt und bei dem Austausch und Aufklärung über das Thema im Fokus stehen.
Alle Infos zur MUT-Tour findet ihr in den Shownotes, genauso wie Hilfsangebote, da es auch in dieser Folge um Themen geht, die Auswirkungen auf das eigene Empfinden und Befinden haben können.

Kurz & Schamlos 14: Updates und eine Mini-Buchbesprechung

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Mir war nicht nach einer inhaltlichen Auseinandersetzung, sondern mehr nach einer klitzekleinen anteasernden Besprechung des Buches, was ich gerade lese: "Die Scham ist vorbei" von Anja Meulenbelt aus dem Jahr 1976. Außerdem erfahrt ihr Neues über "About Shame" und vor allem die Videoreihe, die nächste Woche auf dem Instagram-Account des Verlags &Töchter startet (yey!)
Den Link zum Buch gibt's in den Shownotes, auf der Verlagsseite findet ihr alle Infos zum Buch und ebenfalls in den Shownotes befindet sich der Insta-Account von &Töchter, sowie meiner.
Feel free to answer the questions, die ich in der Folge aufgeworfen hab und ansonsten, passt gut aufeinander auf!

Ernährung, Gesundheit, Moralisierung

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Isabel ist Diätologin in Wien und unterhält sich mit mir über Scham- und Schuldgefühle, die sich auf unser Essverhalten und unsere Ernährung beziehen. Sie spricht dabei viel über die Bedeutung von Gesellschaft und Social Media, wie uns beides genaue Vorstellungen von »der richtigen« und »der falschen« Ernährungsweise vermittelt und letztlich Scham hervorruft, wenn man diesen Vorstellungen entspricht oder eben nicht. Gefühlt alle sind Expert:innen für das Thema, was eine wissenschaftliche oder rationale Auseinandersetzung damit nicht unbedingt leichter macht. Das zeigt sich in unserem Sprachgebrauch, aber auch im Hinblick auf unser Gesundheitssystem beispielsweise.

Kurz & Schamlos 13: Einkaufsshaming/Consumershaming

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Konsum – leidiges Thema, unter anderem, weil da so viel mit Shaming gearbeitet wird und es Scham- und Schuldgefühle so stark evoziert. Meist ersetzt die Kritik am individuellen Konsum eine eigentlich notwendige Kapitalismuskritik. Dadurch diskutieren wir ständig Fragen nach Schuld und Scham, anstatt Fragen von Verantwortung und Veränderung.

Über diesen Podcast

Wir sprechen wenig und selten über das, wofür wir uns schämen. Deshalb unterhält sich Laura, die zu diesem Thema forscht, alle zwei Wochen mit einem Gast ihrer Wahl über genau dieses Gefühl. Weil man mit seiner Scham selten so alleine ist, wie man denkt.

von und mit Laura Späth

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